Behandlungskonzept
Interdisziplinär. Strukturiert. Patientenzentriert.
Die RehaNova Köln steht für eine moderne, integrierte neurologische Rehabilitation. Als spezialisierte Einrichtung verbinden wir Akutversorgung, Akut-Frührehabilitation und weiterführende Rehabilitation unter einem Dach – interdisziplinär, kontinuierlich und ohne Versorgungsbrüche.
Unsere Behandlung richtet sich an Patientinnen und Patienten nach neurologischen Erkrankungen, Unfällen oder operativen Eingriffen – vom frühestmöglichen Zeitpunkt bis zur schrittweisen Rückkehr in den Alltag.
Unsere Stärken
- Frührehabilitation direkt im Anschluss an die Akutversorgung
- Interdisziplinäre Behandlung durch feste, stationsbezogene Teams
- Enge Anbindung an das Krankenhaus Köln-Merheim
- Hohe medizinische Sicherheit bei komplexen Krankheitsbildern
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Grundlage unserer Arbeit ist eine konsequent umgesetzte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Medizin, Pflege und Therapie arbeiten eng abgestimmt und zielorientiert zusammen.
Die Behandlung erfolgt stationsbezogen. Auf jeder Station begleitet ein festes interdisziplinäres Team die Patientinnen und Patienten über den gesamten Behandlungsverlauf.
Krankenhaus und Rehabilitation unter einem Dach
Die RehaNova ist NRW-weit Vorreiter.
Die RehaNova Köln verbindet Akutversorgung und neurologische Rehabilitation in einem integrierten Versorgungskonzept. Seit 1999 sind wir als Rehabilitationsklinik tätig. Im Jahr 2021 wurde unser Angebot um Krankenhausbetten für die neurologische Akut-Frührehabilitation erweitert.
Patientinnen und Patienten werden – unter anderem aus dem direkt angrenzenden Krankenhaus Köln-Merheim – nahtlos in die Akut-Frührehabilitation übernommen. Durch die enge räumliche und funktionale Anbindung beider Einrichtungen ist eine hohe medizinische Sicherheit gewährleistet – auch bei komplexen Krankheitsverläufen.
Die hausinterne Verlegung ermöglicht einen lückenlosen Übergang ohne Therapieunterbrechung. Neben der Frührehabilitation bieten wir auch Aufnahmen in die Rehabilitationsphasen B bis D an.
Interdisziplinäre Ziele
Um eine konsequent interdisziplinäre Behandlung sicherzustellen, ist die Organisation der Rehabilitation in der RehaNova Köln an klar definierten interdisziplinären Zielen ausgerichtet:
- Medizinische Behandlung, therapeutische Leistungen und pflegerische Maßnahmen werden durch ein festes, stationsbezogenes Behandlungsteam erbracht.
- Die Stationsteams aus Pflege, Therapie und ärztlichem Dienst arbeiten unter der Leitung eines gemeinsamen Stationsleitungsteams.
- Mehr als 90 % der therapeutischen Behandlungen und Anwendungen finden direkt auf den Stationen statt und ermöglichen kurze Wege sowie eine enge Abstimmung.
- Die individuelle, patientenbezogene Therapie- und Rehabilitationsplanung erfolgt dezentral auf der jeweiligen Station.
Fachliche Grundlagen
Das Bobath-Konzept
Das Bobath-Konzept ist ein multidisziplinärer, rehabilitativer Ansatz in Therapie und Pflege für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Im Mittelpunkt steht ein ganzheitliches 24-Stunden-Konzept, das Aktivität und Teilhabe im Alltag gezielt fördert.
Grundlage der praktischen Anwendung sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur motorischen Kontrolle und zum motorischen Lernen, zur neuronalen und muskulären Plastizität sowie zur Biomechanik. Ergänzend fließen sowohl die klinische Behandlungserfahrung als auch die individuellen Bedürfnisse, Ressourcen und Erwartungen der Patientinnen und Patienten in den therapeutischen Ansatz ein.
Ziel der Behandlung ist die Anbahnung und Wiederherstellung möglichst normaler, funktioneller Bewegungsabläufe. Dabei werden unphysiologische oder kompensatorische Bewegungsmuster reduziert und vorhandene Bewegungserfahrungen sowie das individuelle Bewegungsgedächtnis gezielt genutzt.
Die Sicherung der fachlichen Qualität hat einen hohen Stellenwert. Eine anerkannte Bobath-Grundausbildung (IBITA- bzw. BIKA-zertifiziert) ist für unsere therapeutischen und pflegerischen Mitarbeitenden selbstverständlich. Darüber hinaus finden regelmäßige Fort- und Weiterbildungen in unserem hauseigenen Schulungsinstitut statt, das von der erfahrenen Bobath-Instruktorin Simone Orth geleitet wird.
Quelle: Curriculares VeBID Manual für den IBITA anerkannten Bobath-Grundkurs. In Anlehnung an VeBID 2021_12 Definition Bobath Konzept, Übersetzung Aviv, H. und Frauendorf, H.
Zentrale Prinzipien des Bobath-Konzepts
- Das Bobath-Konzept bietet einen Rahmen zur Analyse funktioneller Bewegung auf der Grundlage des Verständnisses, dass neurologische Erkrankungen den Menschen in seiner Gesamtheit betreffen.
- Therapeutinnen und Therapeuten erfassen die Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten im sensomotorischen Bereich und berücksichtigen dabei stets die Wechselwirkungen mit perzeptiv-kognitiven Fähigkeiten sowie der sozio-emotionalen Situation.
- In der Bobath-orientierten Therapie erfolgen Beobachtung und Befunderhebung kontinuierlich während der Behandlung. Grundlage hierfür ist das Model of Bobath Clinical Practice (MBCP), das 2018 entwickelt wurde und seit 2024 verbindlicher Bestandteil der Bobath-Grundausbildung ist.
- Therapeutinnen und Therapeuten nehmen fortlaufende Veränderungen in Haltung, Bewegung und Funktion wahr und passen ihre therapeutischen Interventionen entsprechend an. Aus diesen Beobachtungen entstehen neue Fragestellungen und Hypothesen zu den Zusammenhängen von Haltung, Bewegung und Funktion.
- Die Überprüfung dieser Hypothesen führt zu einer kontinuierlichen Neubewertung des Befundes und zu einer gezielten Anpassung der Therapie an die aktuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Patientin oder des Patienten.
- Ein besonderer Fokus liegt auf der Qualität der Bewegungsausführung, insbesondere auf:
- der Integration posturaler Kontrolle und selektiver Bewegung,
- dem aktiven Alignment aller Körpersegmente,
- der Fähigkeit, sensorische Informationen aufzunehmen, zu integrieren und angemessen darauf zu reagieren.
- Therapie wird als aktiver Dialog zwischen Patientin bzw. Patient und Therapeutin bzw. Therapeut verstanden. In dieser Interaktion entsteht eine sensomotorische Kooperation, die Grundlage für motorisches Lernen und funktionelle Entwicklung ist.
- Ziele, Wünsche und persönlichen Lebenspläne der Patientinnen und Patienten werden in die Therapieplanung einbezogen und – sofern möglich – gemeinsam abgestimmt. Die Einbindung von Angehörigen, dem sozialen Umfeld sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen sind wesentliche Voraussetzungen für einen nachhaltigen Rehabilitationserfolg.
- Die Fazilitation ist ein zentrales Merkmal des Bobath-Konzepts. Sie beschreibt eine klinische Fertigkeit und einen aktiven therapeutischen Prozess, der darauf abzielt, sensorische Informationen gezielt zu beeinflussen.
- Dies erfolgt insbesondere durch therapeutisches Handling, die bewusste Gestaltung der Umgebung sowie durch verbale Impulse. Ziel der Fazilitation ist es, funktionelle Bewegungen zu erleichtern, motorisches Lernen zu unterstützen und die aktive Mitarbeit der Patientin oder des Patienten zu fördern.
- Alle therapeutischen Überlegungen zu Zielen, Schwerpunkten und Vorgehensweisen orientieren sich konsequent an der aktuellen Lebenssituation und der praktischen Relevanz im Alltag der Patientinnen und Patienten.
- Im Mittelpunkt steht die Förderung von Eigenständigkeit und Teilhabe. Ziel ist es, dass Patientinnen und Patienten sich im Alltag bestmöglich orientieren, Aufgaben selbstständig ausführen oder aktiv daran mitwirken können. Umfang, Dauer und Intensität der Therapieeinheiten werden entsprechend individuell geplant und berufsübergreifend abgestimmt.
Ihre Ansprechpersonen
Ärztliche Direktorin
PD Dr. med. Kathrin Gerbershagen
Tel.: 0221 2784 4001
Fax: 0221 2784 4150
E-Mail: chefsekretariat@rehanova.de
Pflegedienstleitung
Christian Kollhosser
Tel.: 0221 2784 14012
Fax: 0221 2784 4150
E-Mail: kollhosser@rehanova.de